Vortrag: Prof. Dr. Erhard Schütz, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Benz, Berlin
Im Rahmen der Reihe Kunst im NS-Staat. Ideologie, Ästhetik, Protagonisten
Lange Zeit wurde Literatur im Nationalsozialismus mit Bauern-, Kriegs- und „Blut und Boden”-Dichtung gleichgesetzt. Tatsächlich aber gab es ein gezielt instrumentalisiertes oder bewusst geduldetes breites Spektrum, das – neben Propagandadichtung – von bürgerlich-christlicher Innerlichkeit über populäre „Tatsachenromane” und Humoriges bis zu Kriminal- und Zukunftsromanen reichte.
Erhard Schütz, 1946 geboren, hatte bis Oktober 2011 den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört die Deutsche Literatur, Kultur- und Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts. Er ist Mitglied des deutschen P.E.N.
Wolfgang Benz, 1941 geboren, ist Professor em. an der Technischen Universität Berlin und war bis März 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung. Der Historiker ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert und zur Vorurteilsforschung.