»Schweigen oder Erinnern?«

Diskussion/Gespräch
27. November 2014
Ort: Instituto Cervantes Berlin, Rosenstraße 18, 10178 Berlin
Veranstalter: Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum

Podiumsdiskussion zur Erinnerungskultur in Spanien»Schweigen oder Erinnern?«Zum Thema


Am 17. Juli 1936 putschten General Francisco Franco (1892–1975) und seine Anhänger gegen die demokratisch gewählte Volksregierung der Zweiten Spanischen Republik und lösten den Spanischen Bürgerkrieg (1936 - 1939) aus. Dieser endete mit dem Sieg Francos und der bis zu seinem Tode 1975 währenden Diktatur in Spanien, dem sogenannten Franquismus.

Aufgrund der tiefen Spaltung der Gesellschaft entschied man sich gegen eine politische Aufarbeitung der Ereignisse, um den Übergang zur Demokratie nicht zu gefährden. Die Öffnung von Massengräbern zu Beginn der 2000er Jahre löste eine verspätete, längst überfällige Debatte in der spanischen Gesellschaft, in Forschung, Literatur und Medien aus.

Die Geschehnisse zwischen 1936 und 1975 polarisieren die spanische Gesellschaft bis heute. Wie geht das EU-Land mit seinem geschichtlichen Erbe um? Welche Erinnerungen und Lehren lässt die spanische Gesellschaft öffentlich zu? Und welche nicht?


Programm

Begrüßung

Cristina Conde de Beroldingen, Direktorin des Instituto Cervantes Berlin

Grußwort

Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum (2014)

Podium

Dr. Silke Hünecke, Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt der erinnerungspolitischen Bewegung im spanischen Staat

Julia Macher, freie Spanien-Korrespondentin für Weltreporter.net

Dr. Carlos Collado Seidel, deutsch-spanischer Historiker und außerplanmäßiger Professor an der Philipps-Universität Marburg

Moderation

Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten


Um Anmeldung wird gebeten.