Podiumsdiskussion zur Erinnerungskultur in Spanien»Schweigen oder Erinnern?«Zum Thema
Am 17. Juli 1936 putschten General Francisco Franco (1892–1975) und seine Anhänger gegen die demokratisch gewählte Volksregierung der Zweiten Spanischen Republik und lösten den Spanischen Bürgerkrieg (1936 - 1939) aus. Dieser endete mit dem Sieg Francos und der bis zu seinem Tode 1975 währenden Diktatur in Spanien, dem sogenannten Franquismus.
Aufgrund der tiefen Spaltung der Gesellschaft entschied man sich gegen eine politische Aufarbeitung der Ereignisse, um den Übergang zur Demokratie nicht zu gefährden. Die Öffnung von Massengräbern zu Beginn der 2000er Jahre löste eine verspätete, längst überfällige Debatte in der spanischen Gesellschaft, in Forschung, Literatur und Medien aus.
Die Geschehnisse zwischen 1936 und 1975 polarisieren die spanische Gesellschaft bis heute. Wie geht das EU-Land mit seinem geschichtlichen Erbe um? Welche Erinnerungen und Lehren lässt die spanische Gesellschaft öffentlich zu? Und welche nicht?
Programm
Begrüßung
Cristina Conde de Beroldingen, Direktorin des Instituto Cervantes Berlin
Grußwort
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum (2014)
Podium
Dr. Silke Hünecke, Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt der erinnerungspolitischen Bewegung im spanischen Staat
Julia Macher, freie Spanien-Korrespondentin für Weltreporter.net
Dr. Carlos Collado Seidel, deutsch-spanischer Historiker und außerplanmäßiger Professor an der Philipps-Universität Marburg
Moderation
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Um Anmeldung wird gebeten.