Samuel Jessurun de Mesquita (1868 Amsterdam - 1944 Auschwitz)

28. April 2013 -
30. Juni 2013
Ort: Jüdisches Museum Westfalen
Veranstalter: Jüdisches Museum Westfalen

Samuel Jessurun de Mesquita war einer der bedeutendsten Lehrer an der Kunstakademie in Amsterdam und Lehrmeister des weltberühmten Künstlers Maurits Cornels Escher. 1868 als Kind sephjardischer Eltern in Amsterdam geboren, wurde er 1944 aufgrund seiner jüdischen Abstammung von den Nazis umgebracht. Viele seiner Werke konnten vor der Vernichtung gerettet werden, sein Name geriet jedoch zunehmend in Vergessenheit.

400 Blatt umfasst das grafische Werk des jüdischen Künstlers - der „kein Mauerblümchen der Kunstszene war". Der 1868 in Amsterdam geborene Jessurun de Mesquita absolvierte eine Architektenlehre, die ihn schnell zur Grafik führte. Mit dem Aufkommen des Jugendstils gewannen Ornamentik und Linien an Bedeutung, und der Holländer schuf Holzschnitte, die in ihrem Ausdruck und in ihrer Schönheit allerhöchstes Niveau haben.

Da ist die Vielfalt der Motive: Akte, Tiere, Porträts und Skurrilitäten. Die Vorlage für seine Zebras, Gazellen, Büffel oder Vögel fand Jessurun de Mesquita im Amsterdamer Zoo. Und es ist beeindruckend, wie lebendig er diese mit der schwierigen Technik des Holzschnitts darzustellen verstand.

1944 wurde Jessurun de Mesquita in Auschwitz ermordet. Den "Rabatt" des verfolgten Juden benötigt er jedoch nicht. Darin sind sich die Fachleute einig. Das Jüdische Museum Westfalen wird eine Auswahl seiner Arbeiten aus dem privaten Besitz von C. O. Wolters zeigen. Der Eröffnungstermin stand bei Drucklegung noch nicht fest. Zur Eröffnung werden Einladungskarten verschickt. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 30. Juni 2013.