Sehr geehrte Damen und Herren,
aktuell zeigt das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst die Sonderausstellung „Russland und Deutschland. Von der Konfrontation zur Zusammenarbeit. Eine Ausstellung zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges“ im Berliner Martin-Gropius-Bau. Sie ist das Ergebnis einer zweijährigen Kooperation mit dem Staatsarchiv der Russischen Föderation und ist dort vom 29. Oktober bis zum 13. Dezember 2015 zu sehen.
Inhalt der Ausstellung sind die deutsch-russischen Beziehungen seit Kriegsende 1945. Gezeigt werden die facettenreichen Ereignisse, die die Annäherungen zwischen Deutschen und Russen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bestimmten. Die Ausstellung greift dabei Wegmarken des Annäherungsprozesses der ehemaligen Kriegsgegner auf, der immer wieder auch von Krisen erschüttert wurde. Die historischen Dokumente, auf denen die Schau basiert, und das markante Ausstellungsdesign spiegeln diese Konjunkturen, Höhen und Tiefen im beidseitigen Verhältnis der Länder wider.
Die erste von vier Begleitveranstaltungen findet am kommenden Donnerstag, den 5. November 2015, um 18 Uhr im Kinosaal im Martin-Gropius-Bau statt. Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen.
Donnerstag, 5. November 2015 | 18 Uhr | Martin-Gropius-Bau
VORTRAG + GESPRÄCH
PARTNERSCHAFT UM JEDEN PREIS? DIE WECHSELSEITIGE WAHRNEHMUNG DER RUSSEN UND DER DEUTSCHEN
„Druschba heißt Freundschaft“ – diese Losung galt und beschreibt das (verordnete) Verhältnis der DDR zur Sowjetunion. In der „alten“ Bundesrepublik hingegen war das Bild von „den Russen“ häufig durch Antikommunismus und Angst gekennzeichnet. Doch wie blicken die Russen auf die Zeit der DDR und der BRD zurück und wie auf das wiedervereinigte Deutschland? Und welche Bilder und Haltungen haben die Deutschen nach 1990 gegenüber Russland und den Russen? Historiker und Zeitzeugen sprechen über die wechselnden und wechselseitigen Bilder des jeweils anderen.
Begrüßung:
Dr. Jörg Morré
Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst
Einführung und Moderation:
Dr. Jan C. Behrends
Historiker, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Autor von „Die erfundene Freundschaft. Propaganda für die Sowjetunion in Polen und der DDR (1944-1957)“
Im Gespräch mit:
Wolfgang Templin
(DDR-)Bürgerrechtler und Publizist, ehem. Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Warschau
Oleg Ksenofontov
Direktor des Russischen Hauses für Wissenschaft und Kultur in Berlin
Prof. Dr. Claudia Weber
Historikerin, Professur für Europäische Zeitgeschichte an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder
Die weiteren Termine des Begleitprogramms sind:
Begleitprogramm IM KINOSAAL DES MARTIN-GROPIUS-BAU:
Montag, 30. November 2015, 18 Uhr
Kann man die Beute nicht einfach zurückgeben? – Beutekunst, ein ungelöstes Problem?
Donnerstag, 3. Dezember 2015, 18 Uhr
Energie ohne Ende? – 70 Jahre deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen
Sonntag, 13. Dezember 2015, 15 Uhr
Beziehungskrisen – wie belastbar sind die deutsch-russischen Beziehungen?
Während der Laufzeit der Ausstellung finden vier Kuratorenführungen statt:
Kuratorenführungen, Treffpunkt Rotunde 2. OG:
Mittwoch, 4. November 2015, 17 Uhr
Sonntag, 15. November 2015, 15 Uhr
Sonntag, 29. November 2015, 15 Uhr
Mittwoch, 2. Dezember 2015, 17 Uhr
Eintritt:
frei
Veranstaltungsort:
Martin-Gropius-Bau | Niederkirchnerstr. 7 | 10963 Berlin | www.gropiusbau.de
Verkehrsverbindung:
U-Bahn Linie 2 (Haltestelle: Potsdamer Platz)
S-Bahn Linien 1, 2, 25 (Haltestellen: Potsdamer Platz oder Anhalter Bahnhof)
Busse: M29 (S Anhalter Bahnhof), M41 (Abgeordnetenhaus)
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