Die deutsche Besatzungsmacht hinterließ auf ihrem Rückzug aus der Sowjetunion „verbrannte Erde“.
Häuser, Brücken, Gleise, Fabriken wurden zerstört und die Zivilbevölkerung zwangsweise evakuiert. Nur diejenigen, die nicht mehr arbeiten konnten, ließ man zurück. Nahe des weißrussischen Dorfes Osaritschi sperrte die Wehrmacht rund 50.000 alte, kranke und minderjährige Menschen in ein umzäuntes Sumpfgebiet und überließ sie ohne irgendeine Versorgung bewusst dem Tod. Als die Rote Armee das Lager nach knapp einer Woche am 18./19. März 1944 befreite, waren 13.000 Menschen tot. Osaritschi steht seitdem synonym für menschenverachtende Rückzugverbrechen der Wehrmacht an der sowjetischen Zivilbevölkerung.
Deutsch- Russisches Museum
Zwieseler Str4 in 10318 Berin Karlshorst
18.03.204, 19:00Uhr
Historische Einleitung:
Dr. Christoph A. Rass, Universität Osnabrück
Zeitzeugengespräch mit:
Nadjeschda Kobsarewa (Gomel/Belarus), geb. 1932, und Tamara Bytschok (Molodetschno/Belarus), geb. 1935
Moderation:
Dr. Jörg Morré, Direktor des Deutsch-Russischen Museums in Berlin-Karlshorst
Das Gespräch wird konsekutiv gedolmetscht.
Es besteht die Möglichkeit, ab 18.00 Uhr an einer Führung durch die Dauerausstellung teilzunehmen.
Eine Kooperation von
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas