Renato-Mordo-Ausstellung in der Deutschen Schule in Athen

5. November 2021 -
6. November 2021
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Deutsche Schule Athen, Dimokritou 6 & Germanikis Scholis Athinon, Marousi 151 23, Griechenland
Veranstalter: Deutsche Schule Athen

Erstmals im Ausland zu sehen: Ausstellung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz zu Renato Mordo wird am 5. November 2021 in Deutscher Schule Athen eröffnet / Anmeldung notwendig

Mit dem selbstverfassten Theaterstück "Chaidari" setzte Regisseur Renato Mordo, unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem gleichnamigen KZ bei Athen, gleichsam ein Mahnmal gegen die in diesem KZ begangenen Verbrechen. Mordo war 1939 nach Griechenland geflohen und 1940 Mitgründer der Griechischen Nationaloper. Sein Sohn Peter absolvierte 1941 die Deutsche Schule Athen (DSA).

Und in der Deutschen Schule Athen (15123 Maroussi) startet am Freitag, 5. November 2021 um 19.00 Uhr die Eröffnung der 2020 für die Gedenkstätte KZ Osthofen erstellten Renato-Mordo-Ausstellung. Kurator Torsten Israel, wird in die Ausstellung einführen. Schülerinnen und Schüler der DSA begleiten die Eröffnung mit musikalischen Einlagen und werden in der Ausstellung die einzelnen Stationen vorstellen.

U.a. sprechen Nikolas Yatromanolakis, Griechischer Vizekulturminister, Hendrik Hering, Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz, Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, und Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, sowie der Botschafter Deutschlands und die Gesandte Österreichs in Athen Grußworte bei der Eröffnung. Zuvor treffen die rheinland-pfälzischen Gäste die Schülerprojekt-Gruppe "DSA erinnert" in der Deutschen Schule Athen zu einem Gespräch.

Am Samstag, 6. November 2021 von 10.00 bis 16.00 Uhr ergänzt in der DSA ein Thementag mit Vorträgen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern griechischer und deutscher Universitäten die Ausstellung. Zum Auftakt des Thementages bieten Schülerinnen der DSA eine szenische Lesung mit Auszügen aus dem Theaterstück "Chaidari" unter der Leitung des österreichischen Regisseurs Martin Scharnhorst.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Im Rahmen der Covid-19-Schutzmaßnahmen ist eine Anmeldung für die Vernissage, den Thementag und die Ausstellung auf der Schulwebseite notwendig.

Das Programm des Thementages ist auf www.dsathen.gr, www.dsa-erinnert.org und www.politische-bildung-rlp.de) abrufbar. Für die Eröffnung der Ausstellung und den Thementag wird eine Simultanübersetzung in die deutsche und griechische Sprache angeboten.

Renato Mordo

hatte 1940 maßgeblich an der Gründung der Griechischen Nationaloper mitgewirkt. Der Regisseur, der vor 1933 u.a. in Darmstadt gewirkt hatte und ab 1952 Leiter der Mainzer Oper wurde, musste in den Jahren der Besatzung Griechenlands um sein Leben fürchten, insbesondere im Spätsommer 1944, als er ins KZ Chaidari bei Athen verschleppt wurde.