28. Juni 2016, 11.00 Uhr,in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz,Am Großen Wannsee 56 - 58, 14109 Berlin
Im Rahmen einer Diskussion und Buchvorstellung des britischen Autors Colin Philpott zu den „Relics of the Reich“ haben wir für Dienstag, den 28. Juni 2016, Prof. John Lennon (http://researchonline.gcu.ac.uk/portal/en/persons/john-lennon%2867ed2c2d-c267-4f25-a558-7894f67a107b%29.html) von der Glasgow Caledonian University eingeladen, der als Erfinder des Begriffs des „dark tourism“ gilt.
Als „dark tourism“ wird ein Tourismus definiert, der den Besuch an historische Orte, die mit Tod und Tragödie in Verbindung gebracht werden, bedeutet. Diese Touristen sind mehr an der Brutalität und an dem Hype um die Verbrecher interessiert als an der Geschichte selbst. In den letzten Jahren hat das Phänomen „dark tourism“ stark zugenommen.
Deswegen laden wir Sie herzlich unter dem Titel „Die baulichen Relikte der NS-Zeit und der Umgang mit ihnen“ zu einem Tagesseminar am 28. Juni 2016 für Gedenkstättenmitarbeiter*innen in die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz ein. Das Seminar wird sich mit den Täterorten und den besonderen Herausforderungen des „dark tourism“ befassen.
Der Ablauf wird sich wie folgt gestalten:
Beginn: 11.00 Uhr
Kurze Einführung von Prof. John Lennon
1. Panel: Orte der Propaganda
Obersalzberg – Axel Drecoll
Nürnberg Reichsparteitagsgelände/Memorium – Florian Dierl
13.00 Uhr: Mittagspause, Cafeteria des Hauses der Wannsee-Konferenz
14.00 Uhr:
2. Panel: Orte germanischer Mythisierung
Vogelsang – Stefan Wunsch
Wewelsburg – Kirsten John-Stucke
15.30 Uhr: Kaffeepause
16.00 Uhr:
3. Panel: Multiperspektivität an Täterorten
Villa Ten Hompel – Stefan Querl
Haus der Wannsee-Konferenz
Um 18.00 Uhr laden wir zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion im Haus der Wannsee-Konferenz ein, an der Sie ebenfalls gern teilnehmen können.
„Die baulichen Relikte der NS-Zeit und der Umgang mit ihnen“
Auf dem Podium werden sein:
Kirsten John-Stucke, Leiterin des Kreismuseums Wewelsburg
Prof. John Lennon, Glasgow Caledonian University
Colin Philpott, Britischer Autor
Gernot Schaulinski, Historiker, konzipierte die Geschichtsausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“
Die Podiumsteilnehmer*innen diskutieren unter der Fragestellung „Wie kann mit den Herausforderungen des ‚dark tourism‘ umgegangen werden und wie kann die ‚Faszination‘, die gerade oftmals mit Täterorten verbunden ist, aufgebrochen werden?“.
Eine Anmeldung wird erbeten unter office@ghwk.de bis 25. Juni 2016 (die Teilnehmerzahl ist begrenzt).