„Rechtsextremismus – Prävention und politische Bildung“

9. Mai 2016
18:00 - 20:00 Uhr
Ort: HS 47.01 | Heinrichstraße 78 A, EG | 8010 Graz
Veranstalter: Centrum für Jüdische Studien

Eine Veranstaltung anlässlich des Österreichischen Gedenktages gegen Gewalt und Rassimus im Gedenken and ie Opfer des Nationalsozialismus (5. Mai)

09.05.2016  |  18:00  -  20:00   |  


Vortrag und Buchpräsentation

Rechtsextremismus: Prävention und politische Bildung

von Karin Kuchler und Heribert Schiedel (Wien)


Die extreme Rechte ist im Aufwind – abzulesen an rechtsextremen

Wahlerfolgen, erfolgreichen rassistischen Mobilisierungen und grassierender Hate Speech im Internet. Entwicklungen wie diese verleihen der Frage Nachdruck, wie Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegengewirkt werden kann. Kann politische Bildung je mehr als Symptombekämpfung sein? Welche Art von Bildung wird  dahingehend gebraucht und welche sozialen Kontexte hat sie zu berücksichtigen?

Im Anschluss an Grundlagentexte zu Geschichte, gesellschaftlichen

Beschränkungen und zur Geschlechterdimension politischer Bildung, zur Ideologiekritik und zu Grundlinien wirksamen pädagogischen Handelns gegen Rassismus und Antisemitismus

widmet sich der Band verschiedenen Spezialaspekten der Bildung „gegen Rechts“: von ihren Orten (Gedenkstätten, soziale Arbeit) und Medien (Kinder- und Jugendbuch) bis hin zu spezifischen Herausforderungen in Zeiten von Deradikalisierungseifer und besorgter Bürgerlichkeit.


Karin Kuchler, Studium der Philosophie, Bibliotheks- und Informationswissenschaft in Triest, Wien und Honolulu. Forschung

und Lehre zu Geschichtsphilosophie in interkultureller Orientierung,

Rassismus und Kulturalismus im Kontext historischer Anthropologie, sozialer Ungleichheit in Bildungssystemen, Philosophinnengeschichte und (vor)wissenschaftlichem Schreiben.

Trainerin im Unabhängigen Tutoriumsprojekt und in der politischen Erwachsenenbildung.

Heribert Schiedel (Autorenname von Andreas Peham), Rechtsextremismusforscher im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DOW), langjahriger Berichterstatter

für das Stephen Roth Institute for the Study of Contemporary Antisemitism and Racism (Tel Aviv University). Engagiert in der Aktion gegen den Antisemitismus in Osterreich. Seit Mitte der 1990er Jahre politische Bildungsarbeit an Schulen und in der Lehrer_innenfortbildung tätig.

Beide Referent/innen sind Teil der „Forschungsgruppe Ideologien

und Politiken der Ungleichheit” (FIPU), die ein loser Zusammenschluss von Wissenschafter_innen in Österreich, mit

einem gemeinsames Forschungsinteresse, ist. Nämlich der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichheit und den sie tragenden politischen Akteur_innen.


Eine Veranstaltung des Centrums für Jüdische Studien im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung 2016 in Kooperation mit _erinnern.at_-Netzwerk Steiermark und dem Institut für Geschichte (Fachdidaktik)