Vor 75 Jahren, im September 1935, verkündete die NS-Regierung die „Nürnberger Gesetze“. Sie bildeten den Auftakt für eine Politik radikaler Trennung zwischen der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung. Teil dieser Politik war die Kriminalisierung von außerehelichen Beziehungen zwischen Juden und „Deutschblütigen“ als „Rassenschande“. Der Vortrag schildert die Verfolgung von „Rassenschändern“ in der Region Köln-Aachen. Wie gingen Polizei und Justiz vor? Wie reagierte die Bevölkerung? Und welche Folgen hatten die Strafverfahren für die Betroffenen? Dr. Thomas Roth, Jg. 1971, Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Forschungsschwerpunkt: Polizei-, Justiz- und Kriminalitätsgeschichte.
Referent: Dr. Thomas Roth
Gebühr: 3,6 €
Gebühr: 1,50 erm.