Pro Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz – Kontra Rassismus und Ausgrenzung

26. Januar 2011
Ort: Friedrich-Ebert-Stiftung
Veranstalter: Friedrich Ebert-Stiftung

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Populismus ist auf dem Vormarsch. Nicht nur in verschiedensten Regionen Europas – von Schweden über die Niederlande und Österreich

bis nach Osteuropa – punkten Rechtspopulist/innen mit platten Parolen und vermeintlich einfachen Antworten. Auch in Deutschland

versuchen rechtspopulistische Gruppierungen unter dem Deckmantel von Bürgerbewegungen gegen unsere multikulturelle demokratische

Gesellschaft und insbesondere „den Islam“ zu agitieren.

Dass Initiativen wie „Pro Köln“ es zum Teil mit besorgniserregendem Erfolg schaffen, Ängste von Bürger/innen für „ihre Sache“ zu instrumentalisieren

und dabei der gefährliche Hintergrund und die Agenda der Akteure oftmals nicht offen zu Tage tritt, zeigen Aktionen wie

die Demonstration gegen Moschee-Bauten in Köln oder die Kampagnen von „Pro-NRW“ im Zuge des NRW-Landtagswahlkampfes im Jahr

2010. Doch hinter den vermeintlichen Vertreter/innen „des kleinen Mannes“ verbergen sich oftmals das Personal, die Ideologie und die

Organisationsstrukturen des organisierten Rechtsextremismus. In völkischer Tradition werden hier rassistische, chauvinistische sowie antiislamische

Ressentiments in der Mitte der Gesellschaft bedient.

Auch in Berlin versucht sich die extreme Rechte in rechtspopulistischer Manier und mit Rekurs auf Meinungsfreiheit als Anwalt der vermeidlich

von der demokratischen Politik Alleingelassenen mit Slogans gegen islamische „Überfremdung“, multikulturelle Gesellschaft und Integration

zu profi lieren. Nachdem im Sommer 2010 „Pro Deutschland“ seinen Bundesparteitag in Berlin abgehalten hat, mobilisieren

rechte Gruppierungen, von freien Wählervereinigungen über Gruppen wie „Pax Europa“ und „Pro Berlin“ derzeit im Vorfeld der Wahlen

zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011.

Diesen Entwicklungen stellen sich eine starke Zivilgesellschaft und engagierte Akteure aus allen gesellschaftspolitischen Sparten entgegen.

Um die Anstrengungen für ein Mehr an Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz, – in Berlin und anderswo – zu unterstützen, lädt die Friedrich-

Ebert-Stiftung zur Debatte über aktuelle Herausforderungen und effektive Wege, Rassismus und Ausgrenzung klare Grenzen aufzuzeigen.

Sie sind herzlich eingeladen, die Debatte mit Ihren Gedanken und Ideen zu bereichern!