Nachdem der Hitler-Stalin-Pakt in der Zeit der Sowjetunion weitgehend tabu war, wurde er in den letzten dreißig Jahren von Historiker:innen intensiv bearbeitet. Allerdings wird das Thema von Politiker:innen regelmäßig instrumentalisiert. Die russische Politik verwendet die historischen Erkenntnisse nach einer kurzen liberalen Phase wieder für eine imperialistische Außenpolitik. Das heutige Russland fragt nicht nach den Konsequenzen des Paktes, die für viele betroffene Länder eine Annexion darstellen.
Die Podiumsdiskussion betrachtet die erinnerungspolitischen Änderungen in der Bewertung des Hitler-Stalin-Pakts in den letzten dreißig Jahren und wie die russische Politik das Thema in der Innen- und Außenpolitik nutzt.
Mit
Oleg Lutohin (Zentrum für Osteuropa und internationale Studien, Berlin)
PD Dr. Katja Makhotina (Universität Bonn)
Dr. Heike Winkel (Projektgruppe Mittel-, Ost- und Südosteuropa der Bundeszentrale für politische Bildung)
Moderation
Dr. Jörg Morré (Museum Berlin-Karlshorst)
Die Veranstaltung wird simultan Russisch/Deutsch gedolmetscht.
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter kontakt@museum-karlshorst.de
Am Veranstaltungsabend ist das Museum bis Veranstaltungsbeginn um 19 Uhr geöffnet.