Der Warschauer Aufstand von 1944 ist nicht nur ein zentrales und bis heute in Deutschland viel zu wenig bekanntes Ereignis des Zweiten Weltkrieges. Die politischen und militärstrategischen Entscheidungen der Alliierten im Zusammenhang mit dem Aufstand offenbarten die unterschiedlichen Interessenlagen und legten damit auch einen der Grundsteine für den „Kalten Krieg“, der die Welt für vier Jahrzehnte in „Ost“ und „West“ aufteilte. In der Diskussion werden die verschiedenen Dimensionen des historischen Ereignisses für die polnische, europäische und internationale Geschichte des 20. Jahrhunderts thematisiert. Auch werden die sich wandelnden geschichtspolitischen Narrative vor dem Hintergrund des historischen Wandels seit 1989 analysiert.
Teilnehmer der Podiumsdiskussion
Dr. Paweł Kowal – Historiker und Politikwissenschaftler, Mitverfasser des Konzepts des Museums des Warschauer Aufstands
Prof. Dr. Christoph Klessmann – Historiker, mit dem Schwerpunkt Deutsch-Polnische Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Moderator
Dr. Marek Lasota – Historiker, Direktor des Heimatarmee Museums in Krakau
Ein Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Der Warschauer Aufstand. 1944“
Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Dr. Marek Lasota | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00