Opfer der Wehrmachtsjustiz auf deutschen Kriegsgräberstätten

Vortrag/Vorlesung
10. September 2015
18:00 - 00:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Veranstalter: Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Über 15.000 Männer wurden von den nationalsozialistischen Militärbehörden während des Zweiten Weltkriegs aufgrund des Verdachts oder der versuchten Desertion zum Tode verurteilt. Mehr als 35.000 Männer hatten versucht, durch „Fahnenflucht“ dem verbrecherischen Krieg der Nationalsozialisten zu entkommen. Lange noch nach dem Krieg hing den Deserteuren der Vorwurf nach, sie seien Verräter und Feiglinge. Erst spät, Ende der 90er Jahre, wurden sie rehabilitiert und bekamen die (noch lebenden Angehörigen) eine kleine, wenn auch eher symbolische Entschädigung. Auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat sich lange Zeit nicht mit dem Schicksal der Deserteure beschäftigt, obwohl viele von ihnen auf Militärfriedhöfen, den heutigen Kriegsgräberstätten, auf gesonderten Flächen, abseits der „gefallenen“ Soldaten, begraben wurden. Wie wurde mit der Erinnerung an die Deserteure nach 1945 in Deutschland umgegangen? Wie werden Deserteure und ihre Schicksale heute auf den Kriegsgräberstätten im In- und Ausland dargestellt bzw. wie wird ihrer gedacht?

Begrüßung: Prof. Dr. Johannes Tuchel (Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand), Markus Meckel (Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.)

Vorträge:

Marco Dräger (Universität Göttingen), Peter Klaus (Journalist und Angehöriger eines Opfers

Moderation: Dr. Jacqueline Boysen (Journalistin)

Bitte teilen Sie uns Ihre Zusage bis zum 04. September 2015 mit, telefonisch unter

030-2309 36 54 oder per Mail an: erinnerungskultur(at)volksbund.de

Wir weisen Sie darauf hin, dass mit Ihrer Anmeldung keine Sitzplatzreservierung verbunden ist. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Flyer zur Veranstaltung "Opfer der Wehrmachtsjustiz auf deutschen Kriegsgräberstätten"


Donnerstag, 10. September 2015 um 18 Uhr

Saal B, 2. Etage der Gedenkstätte Deutscher Widerstand,

Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin