Öffentliche Zeitzeug*innengespräche mit Überlebenden des KZ Neuengamme und seiner Außenlager für Schulklassen

4. Mai 2023
10:00 - 12:00 Uhr
Ort: Studienzentrum in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

78 Jahre nach ihrer Befreiung aus den Konzentrationslagern berichten KZ-Überlebende aus verschiedenen Ländern Schüler*innen über ihre Haftzeit, ihre Überlebensstrategien und ihr Engagement gegen das Vergessen nach 1945. Eine Anmeldung ist erforderlich bei Ulrike Jensen (E-Mail: ulrike.jensen@remove-this.gedenkstaetten.hamburg.de; Tel.: +49 (0)40- 428 131 519). 

Natan Grossmann (München) wurde 1940 mit seiner polnisch-jüdischen Familie ins Getto Lodz gezwungen. Sein Vater und seine Mutter wurden dort ermordet, sein Bruder in Chelmno. Natan Grossmann überlebte Auschwitz und das Neuengammer Außenlager Braunschweig-Vechelde. Nach dem Krieg lebte er zunächst in Israel, später zog er nach München.

Dita Kraus (Netanja/Prag) wurde gemeinsam mit ihren Eltern 1942 ins Getto Theresienstadt und von dort Ende 1943 nach Auschwitz deportiert. Von dort gemeinsam mit ihrer Mutter in drei Neuengammer Außenlager verschleppt, wurde sie am 15. April 1945 in Bergen-Belsen befreit. Ihre Mutter starb kurz nach der Befreiung. Dita Kraus kehrte nach Prag zurück und emigrierte mit ihrer Familie nach Israel.

Barbara Piotrowska (Warschau) wurde 1944 nach dem Warschauer Aufstand gemeinsam mit ihrer Familie ins KZ Neuengamme deportiert. Dort wurden die Männer von der Gruppe getrennt. Ihr Vater wurde im KZ Neuengamme ermordet. Barbara Piotrowska und ihre Mutter wurden weiter ins KZ Ravensbrück deportiert. Beide überlebten und kehrten nach Polen zurück.

Gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft

Weitere Informationen