Bauen für die NS-Elite
Der Architekt Roderich Fick (1886-1955)
Von 1933 bis 1944 war Roderich Fick als Architekt für das NS-Regime tätig. In Pullach plante und realisierte er die Reichssiedlung „Rudolf Heß“ und wurde zeitgleich für den Ausbau des Obersalzbergs herangezogen.
Er war dort u.a. für den letzten Umbau des Berghofs sowie die Planung des Kehlsteinhauses verantwortlich. Neben diesen zwei Großprojekten, die beide von ihrer Architektur her eine trügerische Idylle vermitteln, war Fick in Hitlers „Jugendstadt“ Linz „Reichsbaurat“.
Der Vortrag von Lioba Schmitt-Imkamp beleuchtet einerseits die Verstrickung eines Architekten in das verbrecherische Herrschaftssystem der Nationalsozialisten und andererseits deren Nutzung der Architektur für machtpolitische Repräsentation.
Die Veranstaltung wird von Dr. Sylvia Necker (Dokumentation Obersalzberg) eingeführt und moderiert.
Lioba Schmitt-Imkamp, geboren 1981, Studium der Kunstgeschichte und Slavistik in Bamberg und Heidelberg mit Forschungsaufenthalten in Madrid, Sankt Petersburg und Moskau. Promotion im Rahmen des Forschungsprojekts „Hitlers Architekten“ über Roderich Fick am Architekturmuseum der TU München.
2014 erschienen im Böhlau-Verlag unter dem Titel „Hitlers Architekten.
Roderich Fick (1886–1955)“. Seit 2012 freiberuflich tätig, u.a. im Bereich historische Öffentlichkeitsarbeit.
Eintritt frei!
Anmeldung erforderlich bei:
Dokumentation Obersalzberg
Salzbergstr. 41
83471 Berchtesgaden
Tel.: +49 (0) 8652 / 947960
Fax: +49 (0) 8652 / 947969
E-Mail: info[at]obersalzberg.de
Anhang