NS-Zwangsarbeit auf dem Flughafen Tempelhof

Vortrag/Vorlesung
19. September 2018
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Flughafen Tempelhof, Zollgarage, links vom Haupteingang „Zentralflughafen” Columbiadamm 10, 12101 Berlin
Veranstalter: Stiftung Topographie des Terrors

Grußwort: Leonard Czerwiakowski, Warschau

Zwangsarbeit in Berlin 1939–1945

Einführung: Dr. Christine Glauning, Berlin

Zwangsarbeit bei der Weser Flugzeugbau GmbH

Vortrag: Matthias Heisig, Berlin

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Ehemaliger Flughafen Tempelhof

Veranstaltungsort:

Flughafen Tempelhof, Zollgarage

Zugang über den „Ehrenhof”, links vom Haupteingang „Zentralflughafen”

Columbiadamm 10, 12101 Berlin

Eintritt frei

(Gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit)

Anmeldung erbeten: Telefon 030 254509-13, veranstaltungen@topographie.de

Es steht nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung. Die Toiletten sind nicht barrierefrei.

Der Flughafen Tempelhof wurde im Zweiten Weltkrieg zu einem wichtigen Ort der Zwangsarbeit in Berlin. Das Bremer Unternehmen „Weser” Flugzeugbau stellte dort Kampfflugzeuge und die Deutsche Lufthansa Radargeräte her.

Zur Einführung gibt Christine Glauning einen Überblick über Zwangsarbeit in Berlin. Matthias Heisig schildert in seinem Vortrag die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiterinnen und Zwangs­arbeiter der „Weserflug” und beleuchtet die Entwicklung und Struktur des Rüstungsunternehmens. Der Zeitzeuge Leonard Czerwiakowski spricht in seinem Grußwort über die Zwangsarbeit, die er als Kind in Berlin und auf dem Flughafen Tempelhof leisten musste.

Leonard Czerwiakowski, 1935 geboren, lebt in Warschau. Er wurde 1944 mit seinen Eltern zur Zwangs­arbeit nach Berlin deportiert. Sein Vater arbeitete als Elektriker auf dem Flughafen, er selbst musste Pakete sortieren.

Matthias Heisig, 1957 geboren, ist Historiker und lebt in Berlin. Er hat u. a. Ausstellungen zum Flughafen Tempelhof und zum SA-Gefängnis Papestraße kuratiert.

Christine Glauning ist Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors.

Juliane Haubold-Stolle ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors.