Ausgehend vom Fall Josef Blösche, nähert sich die Diskussionsrunde dem bisher wenig erforschten Aspekt „NS-Verbrecher in Hohenschönhausen“ – vom sowjetischen Speziallager bis zum Stasigefängnis. Blösche, Rottenführer im SS-Sicherheitsdienst, wurde aufgrund seiner Brutalität im Warschauer Ghetto als „Frankenstein“ und „Fleischer“ bezeichnet. Ende der 1960er Jahre festgenommen, wurde Blösche zwei Jahre lang bis zu seiner Hinrichtung in Hohenschönhausen inhaftiert und verhört.
Das Podium am 6. September 2023 um 18 Uhr setzt sich aus Julia Landau, Kustodin an der Gedenkstätte Buchenwald, Elke Stadelmann-Wenz, Leiterin der Forschungsabteilung der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und dem Filmemacher Tilman Bünz, der zuletzt eine Dokumentation über Josef Blösche gedreht hat, zusammen. Die Moderation übernimmt Jörg Morré, Direktor des Museums Berlin-Karlshorst.
Die PHOENIX-Doku von Tilman Bünz „Der SS-Mann und das Mädchen“ wird während der Veranstaltung gezeigt.