NS-Großanlagen und Tourismus – Chancen und Grenzen der touristischen Vermarktung und Nutzung von Orten des Nationalsozialismu

Tagung/Seminar/Workshop
18. Mai 2015 -
19. Mai 2015
Ort: Historisch-Technisches Museum Peenemünde, Im Kraftwerk, 17449 Peenemünde
Veranstalter: Historisch-Technisches Museum Peenemünde

NS-Großanlagen sind unübersehbare Zeugen der baulichen Umgestaltung Deutschlands durch den Nationalsozialismus und dessen Herrschaftsanspruchs, aber auch der politischen, wirtschaftlichen, künstlerischen und wissenschaftlich-technischen Praxis zwischen 1933 und 1945. Sie sind auch exponierte und affektierende Gebäude(komplexe) und als solche im städtischen und ländlichen Raum Anziehungspunkte für Besucher aus Nah und Fern. Ihr Stellenwert als von kulturellen Institutionen betriebene Touristenmagnete, ruft unterschiedliche Reaktionen hervor. Attraktive Angebote für die Besucher bringen schnell den Vorwurf der Disneylandisierung von NS-Erbe und des mangelnden Respekts gegenüber den Opfern dieser verbrecherischen Herrschaft und Gesellschaft mit sich. Dagegen kann ein gesteigerter Erlebniswert als eine sinnvolle Ergänzung zur historischen Erkenntnis, als ein Mehrwert für die Lernerfahrung der Besucher oder als Anreiz begriffen werden, die unbequemen Orte überhaupt erst zu besuchen. Die Tagung will zunächst den Bestand an konkreten Angeboten, die NS-Großanlagen attraktiv für den Besuch zu machen, aufnehmen und diese bewerten.

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