Nie wieder ist jetzt?

Gedenkveranstaltung
7. November 2024
18:30 - 21:00 Uhr
Ort: Auditorium der James-Simon-Galerie, Bodestraße 5, 10178 Berlin
Veranstalter: Friedrich Naumann Stiftung

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es in Berlin, wie im gesamten Deutschen Reich, zur Plünderung, Zerstörung und Verwüstung zahlreicher Synagogen, jüdischer Geschäfte, Wohnungen und Schulen. Mindestens 30.000 Jüd:innen und Juden wurden verhaftet, hunderte wurden ermordet oder nahmen sich das Leben. Der 9. November markiert somit den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Juden zur systematischen Verfolgung, die nur wenig später in den Holocaust mündete. Heute, 86 Jahre später, erinnern wir uns nicht nur an die Opfer dieser schrecklichen Ereignisse, sondern stellen uns auch der Verantwortung, Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gedenken mit dieser gemeinsamen Veranstaltung diesem wichtigen Jahrestag. Angesichts des Erstarkens des Antisemitismus in Deutschland und Europa fragen wir uns: Wie können wir der wachsenden Bedrohung durch Hass und Gewalt begegnen? Welche Rolle spielen dabei Bildung, Erinnerungskultur und Zivilgesellschaft.
 

Programm

Donnerstag, 07. November 2024

18:00 Uhr

Einlass

18:30 Uhr

Eröffnung und Begrüßung

Dr. Andrea Despot

Vorstandsvorsitzende der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)

Alexander Barth

Leiter des Länderbüros Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

18:40 Uhr

Musikalischer Auftakt

Pagina d'album - Michele Mangani

Klarinettenquartett Berlin

18:50 Uhr

Lesung von zeitgenössischen Quellen zur Pogromnacht

Junge Menschen die sich in erinnerungskulturellen Projekten engagieren, lesen Dokumente aus der Edition “Verfolgung und Ermordung der Europäischen Juden 1933-1945"

19:00 Uhr

Impulsvortrag

Der 9. November 1938 als Datum der endgültigen Grenzüberschreitung. Quellenkritische Analyse zur Geschichte der Novemberpogrome.

Dr. Christoph Kreutzmüller

Historiker und Vorsitzender des Vereins Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.

19:15 Uhr

Musikalisches Zwischenspiel

Petite Fleur - Sidney Bechet

Klarinettenquartett Berlin

19:20 Uhr

Gesprächsrunde

Anikó Glogowski-Merten MdB

Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag

Dr. Andrea Despot

Vorstandsvorsitzende der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)

Marina Chernivsky

Leiterin des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung sowie der OFEK e.V. - Beratungsstellen bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung

Dr. Christoph Kreutzmüller

Historiker und Vorsitzender des Vereins Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.

Moderation:

Dr. Wolther von Kieseritzky

20:20 Uhr

Musikalischer Abschluss

Lakme Flower Duet - Leo Delibes

Klarinettenquartett Berlin

20:30 Uhr

Kleiner Empfang

Löwenfoyer

21:00 Uhr

Ende der Veranstaltung

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