»Nie wieder Auschwitz!« – Die Entstehung eines Symbols

Diskussion/Gespräch
24. September 2015
18:00 - 00:00 Uhr
Ort: Auswärtiges Amt, Bibliothek, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin
Veranstalter: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Der Lagerkomplex Auschwitz ist nach Kriegsende zum Inbegriff des Martyriums der polnischen Nation unter deutscher Besatzungsherrschaft und in den letzten Jahrzehnten zum Synonym für die nationalsozialistischen Massenverbrechen in Europa geworden. Das Datum der Befreiung am 27. Januar 1945 ist in vielen Ländern ein Holocaustgedenktag und in Deutschland ein Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus. Die historischen, politischen, religiösen und kulturellen Einordnungen des Symbols Auschwitz waren und sind von jeher Gegenstand kontroverser Diskussionen. Dr. Imke Hansen hat 2014 die Studie »›Nie wieder Auschwitz!‹ – Die Entstehung eines Symbols und der Alltag einer Gedenkstätte 1945–1955« veröffentlicht. In der Diskussion geht es vor allem um die heutige Sicht auf Auschwitz in Polen, Israel und Deutschland – 70 Jahre nach Kriegsende.

PROGRAMM

Begrüßung

Dr. Felix Klein, Sonderbeauftragter für Beziehungen zu jüdischen Organisationen, Auswärtiges Amt

Einführung

Dr. Imke Hansen, Historikerin und Autorin

Podiumsdiskussion

Marek Zajac, Journalist; Uri Schneider, Tel Aviv, freier Korrespondent u. a. ARTE; Dr. Imke Hansen

Moderation: Michael Sontheimer, DER SPIEGEL