Ergebnisse und Reflexionen aus zwei Projekten der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Wie kann geschichtlich fundierte und zugleich gegenwartsorientierte Bildungsarbeit
zum Nationalsozialismus gestaltet werden? Dieser Frage gingen zwei Projekte der
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten nach. Das Praxisforum bietet nun Gelegenheit, gemeinsam die Ergebnisse und Erfahrungen zu reflektieren:
Das Projekt „Entrechtung als Lebenserfahrung – Netzwerk für Menschenrechtsbildung“ entwickelt seit 2008 Konzepte für Menschenrechtsbildung und historisches Lernen im Kontext von Gedenkstätten. Das Projekt „Menschen achten – Rechte verstehen“ beschäftigt sich seit 2013 mit historischem Lernen von Kindern im Alter von acht bis vierzehn Jahren zu den Themen Nationalsozialismus und Shoa.
In beiden Projekten wurden Seminarangebote und Materialien für die Arbeit an Gedenkstätten, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen entwickelt. Im Rahmen des Praxisforums werden diese exemplarisch vorgestellt. Anhand der Beispiele soll diskutiert werden, welche Impulse daraus für die pädagogische Arbeit von KZ-Gedenkstätten und die Zusammenarbeit mit Schulen erwachsen können. In welchem Wechselverhältnis stehen Erinnerungsarbeit, historisches Lernen und aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse? Und wie ertragreich ist der Ansatz der Menschenrechtsbildung in diesem Zusammenhang? Zum Abschluss der Tagung wird es ein Podiumsgespräch mit Projektbeteiligten zu diesen Fragen geben.