Nationalsozialistische Täterschaften Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie

19. September 2016
18:15 - 00:00 Uhr
Ort: Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main
Veranstalter: Fritz Bauer Institut

Der Sammelband Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie (2016), herausgegeben im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Neuengamme von Oliver von Wrochem unter Mitarbeit von Christine Eckel, bündelt in 34 Beiträgen eine fünfjährige intensive Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Täterschaft und ihren Folgen. Der Band stellt internationale Forschungsergebnisse zur Diskussion und lässt zahlreiche Kinder und Enkel von Täterinnen und Tätern zu Wort kommen, die ihre Sicht auf die Folgewirkungen in Familie und Gesellschaft schildern.

Oliver von Wrochem spricht in seinem Vortrag mit Blick auf die aktuelle Täterforschung über den wissenschaftlichen Ertrag des Buches und über die Motivation von Täternachkommen, sich ihrer Familiengeschichte zu stellen. An ausgewählten Beispielen und Ausschnitten von Video-Interviews mit ihnen skizziert er den Effekt, den ihre Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für die Gesellschaft hat.

Oliver von Wrochem ist Leiter des Studienzentrums und stellvertretender Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Der Historiker veröffentlicht zu Themen der Erinnerungskultur, Geschichtspolitik und Gedenkstättenarbeit sowie zum Zweiten Weltkrieg. Seine Dissertation erschien 2006 unter dem Titel Erich von Manstein. Vernichtungskrieg und Geschichtspolitik im Schöningh Verlag.

Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend

       Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus, Raum 311