Natascha Wodin: Irgendwo in diesem Dunkel

6. Juni 2019
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Veranstalter: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide

Natascha Wodin: Irgendwo in diesem Dunkel

Moderation und Gespräch: Prof. Dr. Alexander Wöll

In "Sie kam aus Mariupol" hat Natascha Wodin ihrer Mutter einberührendes literarisches Denkmal gesetzt. Die Nationalsozialisten hatten ihre Eltern als sowjetische Zwangsarbeiter ins Deutsche Reich gebracht - und nach dem Krieg sind sie in Westdeutschland geblieben. Jetzt lässt Wodin ein Buch folgen, das an den Freitod der Mutter 1956 anschließt. Sie lebt beim Vater, am Rande einer fränkischen Kleinstadt, unter Verschleppten und Entwurzelten. Dabei möchte sie so gern zu den Deutschen gehören, ihrer russischen Herkunft entkommen - aber der gefürchtete Vater sperrt sie ein. Die Geschichte wird aus dem Rückblick erzählt, ausgehend vom Tod des Vaters. Sein Leben, das noch in der russischen Zarenzeit begonnen hat, ist für die Tochter immer ein Geheimnis geblieben. Irgendwo in diesem Dunkel, hinter all dem Schweigen, sucht sie den Schlüssel zum Verstehen.

 

Natascha Wodin

1945 in Fürth/Bayern geboren, Dolmetscherin und Übersetzerin, Autorin zahlreicher Romane. Ihr Werk wurde u.a. mit dem Preis der Leipziger Buchmesse und dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet.

Prof. Dr. Alexander Wöll

Professor für Kultur und Literatur Mittel- und Osteuropas an der Universität Potsdam, ehemaliger Präsident der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder

 

Gern mit Anmeldung unter verantaltung-sw@remove-this.topographie.de oder 030-6390 2880.

Ein Büchertisch wird durch die Buchhandlung Büchereck Baumschulenweg zur Verfügung gestellt. Frau Wodin wird Signierwünschen nachkommen.