Vergangenheitsbewältigung hat in Deutschland einen hohen Stellenwert. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seit 1990 auch mit der DDR gilt als Kernstück demokratischer Identität der Bundesrepublik. Aber taugt der deutsche Umgang mit der Geschichte auch als Modell für andere Staaten?
Seit 2020 untersucht ein Projekt am Lehrstuhl für Neueste Geschichte der Universität Würzburg die Aufarbeitung der Vergangenheit in unterschiedlichen Ländern. Wurden die Verantwortlichen für begangene Verbrechen bestraft? Kam es zu einem Austausch der Eliten? Wurden die Opfer der Diktatur entschädigt und gibt es Stätten der Erinnerung? Ziel des Projektes ist es, aus den weltweiten Erfahrungen Handlungsempfehlungen für die Zukunft zu formulieren. Auf der Tagung sollen aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert werden.
Programm:
15.00 Uhr PANEL 1: Erinnern oder Vergessen? Gewaltregime als Gegenstand von Geschichtspolitik
16.30 Uhr Kaffeepause
17.00 Uhr PANEL 2: Bestrafen oder Vergeben? Möglichkeiten und Grenzen strafrechtlicher Aufarbeitung von Gewaltregimen
18.30 Uhr Imbiss
19.30 Uhr PANEL 3: Die Renaissance der Diktatur. Der Vormarsch autoritärer Regime als Herausforderung für Rechtsstaat und Demokratie