Zeitzeugengespräch
Nach dem Warschauer Aufstand ins Außenlager Alt Garge deportiert. Zeitzeugengespräch mit Janusz Kahl aus Polen
Janusz Kahl wurde 1944 als 17-Jähriger während des Warschauer Aufstandes verhaftet und über verschiedene Lager am 24. August 1944 nach Alt Garge, einem Außenlager des KZ Neuengamme, deportiert, wo er gemeinsam mit 500 weiteren Männern schwere Zwangsarbeit leisten musste, um für die Hamburgischen Elektrizitätswerke (HEW) ein neues Kohlekraftwerk zu errichten. Über das KZ Neuengamme wurde Janusz Kahl am 23. März 1945 in das Auffanglager Wöbbelin überstellt und dort am 2. Mai 1945 durch amerikanische Soldaten befreit. Er wog noch 43 Kilogramm.
Der heute 88-jährige Janusz Kahl berichtet seiner KZ-Zeit und den Auswirkungen der Haft auf sein späteres Leben. Bis heute arbeitet er daran, die Namen der polnischen Häftlinge des KZ Neuengamme zu rekonstruieren. Er ist Vizepräsident des internationalen Überlebenden-verbandes „Amicale Internationale KZ Neuengamme“ und kämpft bis heute gegen das Vergessen.
Moderation: Georg Erdelbrock
Das Zeitzeugengespräch richtet sich insbesondere an Schulen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung bis zum 2. November 2015 ist erforderlich bei: ulrike.jensen@kb.hamburg.de oder Tel. 040 428 131 519.
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum