Ruth Meros wurde 1922 in München als Tochter des Kaufmannsehepaars Emil und Alice Goldschmidt geboren. Nach dem Besuch der jüdischen Volksschule wechselte Ruth 1933 auf eine höhere Mädchenschule. Dort litt sie sehr unter dem Antisemitismus von Mitschülerinnen und Lehrerinnen. Beim Novemberpogrom 1938 erlebte sie mit, wie ihr Vater verhaftet wurde und die alte Ohel-Jakob-Synagoge brannte. Nach der Rückkehr des Vaters aus dem KZ Dachau floh die Familie 1939 über die Schweiz nach Palästina. Ruth arbeitete in unterschiedlichen Berufen, gründete in Tel Aviv eine Familie und kehrte 1963 nach München zurück, wo sie bis heute lebt.
Musikalische Gestaltung: Chor des Münchner Mädchengymnasiums Max-Josef-Stift, München; Kooperation: Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte; bei schlechtem Wetter in der Kirche