Max-Mannheimer-Platz: Festakt zur Benennung

6. Februar 2018
11:30 - 00:00 Uhr
Ort: NS-Dokumentationszentrum München
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München

Im September 2016 starb der Holocaust-Überlebende und Zeitzeuge Max Mannheimer. In Erinnerung an ihn wird der Platz vor dem NS-Dokumentationszentrum München künftig seinen Namen tragen. Aus diesem Anlass finden am 6. Februar, dem Geburtstag Max Mannheimers, ein Festakt für geladene Gäste sowie eine öffentliche Abendveranstaltung statt. Pressevertreterinnen und Pressevertreter sind dazu herzlich eingeladen.

Dienstag, 6. Februar, 11.30 Uhr

Festakt zur Platzbenennung

an der bisherigen Brienner Straße 34 (künftig: Max-Mannheimer-Platz 1)

Es sprechen:

Oberbürgermeister Dieter Reiter

Ernst Mannheimer, Sohn Max Mannheimers

Schwester Elija Boßler, Karmel Heilig Blut Dachau, langjährige Wegbegleiterin Mannheimers

Akkreditierung bei der Pressestelle des Kommunalreferats: bdr.kom@remove-this.muenchen.de

Dienstag, 6. Februar, 19 Uhr

Abendveranstaltung

„Ich konnte nie hassen“ – Erinnerung an Max Mannheimer

im Auditorium des NS-Dokumentationszentrums München

Mitwirkende:

Abba Naor, Holocaust-Überlebender und Vizepräsident im Internationalen Dachau-Komitee

Judith Faessler, Enkelin Max Mannheimers

Barbara Distel, ehemalige Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau

Schwester Elija Boßler, Karmel Heilig Blut Dachau

Akkreditierung bei der Pressestelle des NS-Dokumentationszentrums: presse.nsdoku@remove-this.muenchen.de

Zur Platzbenennung siehe auch:

– Pressemeldung vom 26.10.2017

– Informationen des Kommunalreferats

Am 6. Februar wäre Max Mannheimer 98 Jahre alt geworden. Wegen seiner jüdischen Herkunft wurde er in der NS-Zeit aus seiner mährischen Heimat in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Seine Eltern, seine Frau und drei seiner Geschwister wurden in Auschwitz ermordet. Er und sein Bruder Edgar überlebten den Holocaust ausgehungert und schwer krank.

Nach dem Krieg zog Max Mannheimer nach München. Hier arbeitete er als Kaufmann und engagierte sich in der jüdischen Gemeinde, in vielen wohltätigen Organisationen und in der Sozialdemokratischen Partei. Seit den 1980er Jahren machte er sich den Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus zur Lebensaufgabe. Als Zeitzeuge berichtete er über seine Erfahrungen als Holocaust-Überlebender, dabei suchte er die persönliche Begegnung und den offenen Dialog vor allem auch mit jungen Menschen. Er war Gründungsmitglied des Kuratoriums für das NS-Dokumentationszentrum München und setzte sich maßgeblich für dessen Realisierung ein.