Marika Venezia: Ein Leben mit Shlomo Venezia (Überlebender des Sonderkommandos Auschwitz-Birkenau)

27. November 2014
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Moderation von Roland Vossebrecker

Shlomo Venezia, im April 1944 von Griechenland nach Auschwitz deportiert, wurde nach kurzer Zeit dem sogenannten „Sonderkommando“ zugeteilt. Er wurde gezwungen, in den Krematorien von Birkenau bei der Leichenverbrennung und -verwertung mitzuwirken und wurde damit zu einem der wenigen Zeugen, die die Massenmorde in der Todesfabrik Auschwitz-Birkenau mit eigenen Augen ansehen mussten. „Alles bringt mich zurück ins Lager. Was ich auch tue, was ich auch sehe, mein Geist kehrt immer wieder an diesen Ort zurück. Es ist, als hätte die ‚Arbeit’, die ich dort tun musste, meinen Kopf nie verlassen. (…) Man kommt nie mehr wirklich aus dem Krematorium heraus.“ Shlomo Venezia starb am 1. Oktober 2012. Marika Venezia war 56 Jahre mit Shlomo verheiratet. 56 Jahre hat sie an seiner Seite verbracht, hat sein Schicksal und sein Trauma geteilt. Wie hat sie ihren Mann kennengelernt? Wie hat sie vom „Sonderkommando“-Schicksal ihres Mannes erfahren und wie war ihre Reaktion darauf? Wie gestaltete sich der Alltag mit Shlomo vor dem Hintergrund seiner „Sonderkommando“-Erfahrung? Wie hat das Schicksal des Vaters das Leben der Kinder geprägt? Über diese und weitere Fragen wird sie sprechen und Fragen der Zuhörer beantworten.