Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten Neonazi-Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind die bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen, wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene durchzusetzen.
Der Vortrag von Andrea Röpke stützt sich auf gemeinsame Recherchearbeiten mit Andreas Speit, welche im Buch “Mädelsache” im Jahr 2011 veröffentlicht wurden.
Gestützt auf Insiderinformationen geben die beiden ausgewiesenen Kenner der rechtsextremen Milieus Andrea Röpke und Andreas Speit im Buch einen Einblick in das Innenleben dieser Szene. Sie schildern, wo völkische „Sippen“ bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen, fragen, warum Politik und Verfassungsschutzbehörden diesem gefährlichen Treiben tatenlos zuschauen und zeigen Strategien gegen die rechtsradikale Unterwanderung der Gesellschaft auf.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg mit der Kreisvolkshochschule und der Gleichstellungsbeauftragten des Salzlandkreises.
Der Eintritt ist frei, Anmeldung erforderlich.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder dieser Szene zuzuordnen sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren bzw. von dieser auszuschließen.
Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“
c/o Olga-Benario-Strasse 16/18
06406 Bernburg
Tel.: 03471 - 31 98 16 / Fax: 03471 – 6 40 96 91
Email: info-bernburg@stgs.sachsen-anhalt.de
Die Gedenkstätte ist Teil der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.