Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Richard Borchardt im Februar 1930 übernahm Lucy Borchardt die Geschäftsführung und wurde somit die alleinige Eigentümerin und gleichzeitig Geschäftsführerin der Fairplay Dampfschiffs-Reederei in Hamburg. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann sie, jüdische Jugendliche bei der Vorbereitung ihrer Ausreise nach Palästina zu unterstützen. „Das Rechte tun und Unrecht nicht dulden, sonst wird man mitschuldig“ – dies wurde ihr Lebensmotto, von dem sie sich auch in der Zeit zunehmender Ausgrenzung und Verfolgung leiten ließ.
Vortrag von Sandra Wachtel.