„Levy. Eine Familie aus Bad Sülze“-Jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern

15. September 2022
17:00 - Uhr
Ort: Dokumentationszentrum Prora e.V., Dritte Straße 4, 18609 Prora
Veranstalter: Dokumentationszentrum Prora e.V.

„Levy. Eine Familie aus Bad Sülze“-Jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern,
eine Ausstellung des Salzmuseums Mecklenburg, Bad Sülze

in Zusammenarbeit mit dem Max-Samuel-Haus / Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock mit Unterstützung des Museumsverbandes in Mecklenburg-Vorpommern e.V.

In der kleinen mecklenburgischen Stadt Bad Sülze heiraten 1892 Aaron Levy und Ina Engel. Sie bekommen fünf Kinder. 1937 sieht sich die Familie zum letzten Mal. Es folgen Flucht, Deportation und Ermordung durch die Nationalsozialisten. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben.

2020 übergeben Enkel und Urenkel den Nachlass der Familie dem Salzmuseum Mecklenburg in Bad Sülze. In der Stadt ihrer Großeltern entsteht zur Erinnerung an die Familie Levy eine Ausstellung im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Das Festjahr erinnert an den Erlass des Edikts (Gesetz) vom 11. Dezember 321 durch den römischen Kaiser Konstantin. Es legt fest, dass Juden städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt eindeutig, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. Eine frühmittelalterliche Handschrift dieses Dokuments befindet sich heute im Vatikan und ist Zeugnis der mehr als 1700 Jahre alten jüdischen Geschichte in Deutschland und Europa.

Programm:

Begrüßung: Katja Lucke, Dokumentationszentrum Prora

Einführung: Nikolaus Voss, Beauftragter für das jüdische Leben und gegen Antisemitismus in Mecklenburg-Vorpommern; Dr. Ulf Heinsohn, Max- Samuel- Haus, Rostock

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