20. Juli 1944: Das zivile Netzwerk des Widerstandes gegen die Nazis
Lesung "Die Konspirateure. Der zivile Widerstand hinter dem 20. Juli 1944" in der Gedenkstätte KZ Osthofen am 22. September 2019 / Musikalische Begleitung durch Folkband Tom Bombadil
Am Sonntag, 22. September 2019 um 11.00 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) in Kooperation mit dem Förderverein Projekt Osthofen e.V. zur Lesung "Die Konspirateure. Der zivile Widerstand hinter dem 20. Juli 1944" in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein.
Ludger Fittkau, Landeskorrespondent des Deutschlandradios für Hessen, und Marie-Christine Werner, SWR-Redakteurin und -Moderatorin in Mainz, präsentieren die Strukturen des zivilen Flügels des 20. Juli 1944. Anschaulich und detailliert gehen sie allen Hinweisen auf die Personen nach, die in die maßgeblich vom vormaligen hessischen Innenminister und Gewerkschaftsführer Wilhelm Leuschner geleitete Konspiration eingebunden waren. Sie erzählen die Geschichte der entschlossenen Zivilistinnen und Zivilisten, die ihr Leben riskierten, um nach einem gelungenen Stauffenberg-Attentat dem Umsturz zum Erfolg zu verhelfen.
Die nicht nur in Rheinhessen beliebte Folkband Tom Bombadil bietet dazu ein ganz besonderes musikalisches Programm mit Liedern und Texten zum Widerstand mit Bezügen zu bekannten Persönlichkeiten aus unserer Region wie z.B. Carl Zuckmayer, Dr. Carlo Mierendorff und Ludwig Schwamb.
Die Widerstandsbewegung des 20. Juli 1944 war die umfassendste gegen das NS-Regime in Deutschland. Sie umfasste zivile und militärische NS-Gegner aus vielen Lagern.
Der Umsturzversuch, der durch das Attentat von Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Hitler zum Erfolg gebracht werden sollte, wurde zum Symbol des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Das NS-Regime war von den Ereignissen völlig überrascht worden und behauptete anschließend, dass es sich bei den Verschwörern nur um eine "ganz kleine Clique" gehandelt habe, was bis heute das Bild jener weitverzweigten Widerstandsstrukturen prägt.
Marie-Christine Werner und Ludger Fittkau widerlegen eindrucksvoll diese Nazi-Propaganda.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Malzkorn
Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
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