Prof. Dr. Annette Eberle
, Katholische Stiftungshochschule München, Campus Benediktbeuern
Unter den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung bilden Jüdinnen und Juden bzw. Menschen, die von den Nazis zu Juden erklärt wurden, die weitaus größte Gruppe. Ihre Zahl ist so groß und die Verbrechen, die an ihnen verübt wurden, sind so monströs, dass darüber lange Zeit nicht gesehen wurde, dass der NS-Staat alle Menschen verfolgte und oft auch ermordete, die nicht die gewünschten Verhaltensweisen zeigten oder dem erbbiologischen Ideal entsprachen: Obdachlose, Bettler, Prostituierte und Zuhälter ebenso wie als „Berufsverbrecher“ Stigmatisierte, Homosexuelle und Menschen mit Behinderungen oder zu „Erbkranken“ Erklärte. Der Eintritt ist frei.
Wir wünschen dem wichtigen Thema viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer.