Mittlerweile ist es bereits 15 Jahre her, dass sich die Tagung „Bundeswehr und Gedenkstätten von den 1950er Jahren bis zur Gegenwart. Bestandsaufnahme und Perspektiven“ näher mit der historischen Bildung von Bundeswehrangehörigen an Erinnerungsorten zum Nationalsozialismus beschäftigt hat.
Seitdem hat sich viel verändert: nicht nur die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht 2011 oder der neue Traditionserlass von 2018; auch aktuelle außenpolitische Gegebenheiten wie der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan oder der Krieg in der Ukraine.
Haben sich dadurch der Bildungsanspruch und die daraus abgeleiteten Bildungsziele, die von der Bundeswehr an einen Gedenkstättenbesuch und an die Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalsozialismus herangetragen werden, verändert? Was hat sich im Anschluss an die Tagung von 2007 in der Erinnerungslandschaft verändert und wie gehen die unterschiedlichen Erinnerungsorte mit den neuen Voraussetzungen um?
Mit diesen und weiteren Fragen will sich die KZ-Gedenkstätte Dachau zusammen mit den Teilnehmenden während des Workshops intensiv auseinandersetzen. Dabei steht nicht nur die Frage nach den Nachwirkungen der Tagung aus dem Jahr 2007 im Vordergrund. Außerdem werden anhand von drei Bildungsangeboten für Angehörige der Bundeswehr aus den KZ-Gedenkstätten Dachau, Bergen-Belsen und Neuengamme Herausforderungen und Chancen von Bildungsformaten für die Bundeswehr diskutieren.