Eine Veranstaltung zur Ausstellung Der Kölner Karneval im Nationalsozialismus
Im Juni 1936 wurde Dr. Louis Napoleon Gymnich durch die Kölner Gestapo verhaftet. In seiner Drogerie waren kommunistische Flugblätter vervielfältigt worden. Gymnich, im Gefängnis Klingelpütz inhaftiert, begann, nachdem ihm Papier und Tinte genehmigt worden waren und er über seinen Anwalt Viktor Achter Kontakt „nach draußen“ bekommen hatte, Kriminalromane zu schreiben. Sein Rechtsanwalt schmuggelte die Werke aus dem Gefängnis und übergab sie Gymnichs Verlobter, der Journalistin Charlotte Meyer. Noch 1936 erschien der Krimi „Filmstar verschwunden“ unter ihrem Namen im Goldmann-Verlag. Ein paar Monate später folgte der Roman „Der Kriminalfunk meldet“. Das NS-Dokumentationszentrum präsentiert – eingerahmt von historischen und biografischen Hintergrundinformationen – eine Lesung aus den beiden Krimis durch den Sohn des Autors. René Gymnich, Jg. 1948, Studium der Anglistik und Erziehungswissenschaft, Lehrer an einer Gesamtschule.
Referent: René Gymnich
Gebühr: Eintritt: 4,20, erm. 1,80 €
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene