Die deutsche Erinnerung an das Kriegsende ist mit dem Stereotyp vergewaltigender Rotarmisten verknüpft. Dass unzählige Frauen und Mädchen durch Angehörige der sowjetischen Armee vergewaltigt wurden, ist unbestritten. Doch auch Soldaten anderer Armeen im Zweiten Weltkrieg wurden zu Tätern. Über die Verbrechen, die Vielschichtigkeit sexueller Gewalt und den schwierigen Umgang damit sprechen wir mit den Historikerinnen Regina Mühlhäuser und Miriam Gebhardt.
Begrüßung:
Ulrike Kloß | Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Im Gespräch:
Dr. Regina Mühlhäuser | Historikerin, Hamburger Institut für Sozialforschung
Arbeitsschwerpunkte: Sexuelle Gewalt im Krieg, Geschichte des Internationalen Strafrechts, Gender und Sexualität im Nationalsozialismus, Kriegskinder, Autorin von "Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten in der Sowjetunion, 1941-1945"
Prof. apl. Miriam Gebhardt | Autorin und Historikerin, Fachbereich Geschichte an der Universität Konstanz
Arbeitsschwerpunkte: Geschlechtergeschichte und Geschichte der Frauenbewegung, Historische Sozialisationsforschung, moderne deutsch-jüdische Geschichte, Geschichte und Psychologie, Autorin von "Als die Soldaten kamen. Die Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs"
Moderation:
Margot Blank | stellvertretende Leiterin des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Veranstaltungsprogramms anlässlich "70 Jahre Kriegsende" statt.
Eintritt:
frei
Verkehrsverbindung:
Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Zwieseler Straße 4 | 10318 Berlin
S-Bhf Karlshorst, S 3, Bus 296
U-Bhf Tierpark, U5, Bus 296