Schaut man sich eine Schallplattensammlung mit Schlagern, Salonmusik und Kleinkunst der 1920er Jahre an, so kann man eine erstaunliche Entdeckung machen: Die meisten Sängerinnen und Sänger kommen auf den Schallplatten ab Mitte der 1930er Jahre nicht mehr vor – auch die Mehrzahl der Orchesterleitungen nicht, weil sie jüdisch waren.
Wie die Stolpersteine vor den Wohnungen der Ausgewanderten und Deportierten erzählen diese Schallplatten uns die Geschichte der Künstlerinnen und Künstler, die nach 1933 fliehen mussten oder ermordet wurden. Sie sind damit zu „Stolperscheiben“ geworden.
Bei der Veranstaltung in der Alten Synagoge Essen werden solche Schellackplatten auf originalen Grammophonen gespielt.
Gespielt werden unter anderem Aufnahmen von:
Efim Schachmeister,
Paul O’Montis,
Alfred Strauß,
Edith Lorand
und den Comedian Harmonists.