Kontinuitäten der Ausgrenzung: „Asoziale“, „Berufsverbrecher“, „Unwertes Leben“

30. Oktober 2022
11:00 Uhr
Ort: München-Haar, Kleines Theater
Veranstalter: Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg

Im Rahmen des Buchprojekts veranstaltet das Zentrum Erinnerungskultur vier Podiumsdiskussionen. Die vier Gespräche thematisieren die wesentlichen Aspekte des Umgangs mit der NS-„Euthanasie“ seit 1945: die Gründe für die lange verdrängte Erinnerung ebenso wie die aktuelle Erinnerungskultur, künstlerische Zugänge und grundlegende ethische Zusammenhänge.

Die Gespräche, die in München-Haar, Regensburg und Erlangen stattfinden, werden vom Bayerischen Rundfunk moderiert. Die Erlanger Veranstaltung zum Themenbereich „Ethik“ wird vom BR aufgezeichnet und später ausgestrahlt.

Sonntagsmatinee 11 Uhr, Kleines Theater, München-Haar

Künstlerische Zugänge: Dafür steht beispielhaft das Projekt „Nebel im August“. Der 13-jährige Ernst Lossa wird 1942 als schwer erziehbar in die Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren eingewiesen und 1944 durch ein überdosiertes Medikament ermordet.

Robert Domes recherchiert die Geschichte des jugendlichen Opfers und veröffentlicht 2008 den dokumentarischen Roman „Nebel im August“. Dieser wird zur literarischen Vorlage des 2016 erschienenen gleichnamigen Kinofilms.

2018 schließlich wird „Nebel im August“ vom Landestheater Schwaben auch auf die Theaterbühne gebracht. Über diesen Prozess und die unterschiedlichen künstlerischen Herangehensweisen kommen der Schriftsteller Robert Domes, der Filmproduzent Prof. Ulrich Limmer und die Theaterintendantin Dr. Kathrin Mädler ins Gespräch.

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