Der Weimarer Künstler Klaus Bose hat eine besondere Affinität zur Landschaftszeichnung. In den vergangenen Jahrzehnten diente gerade sie ihm zum Ausdruck seiner spannungsvollen Beziehung zur Realität. Geboren 1940 in Bogotá und seit 1951 in Weimar ansässig, geben sein 75. Geburtstag und der 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald den Anlass für die Stadt Weimar und die Gedenkstätte Buchenwald, in einer Doppelausstellung sein Werk zu würdigen. Zeichnungen mit dem Motiv des Ettersberges, die unter anderen in der Kunsthalle Harry Graf Kessler gezeigt werden, stellen die Verbindung zu den in Buchenwald präsentierten Werken her. Letztere entstanden unter dem Eindruck der Streifzüge des Künstlers über das Areal des ehemaligen Konzentrationslagers am Beginn der 1990er Jahre. Eigene und familiengeschichtliche Erfahrungen haben sich ebenso in den Zeichnungen niedergeschlagen wie die Auseinandersetzung mit Werken von Ernst Wiechert, Elie Wiesel und Jorge Semprún.
Vita
Klaus Bose wurde 1940 in Bogotá, Kolumbien, geboren.
Seine Eltern waren vor der nationalsozialistischen Verfolgung aus Deutschland geflohen. Sein Onkel Hans war Häftling im KZ Buchenwald. Klaus Bose lebte bis zu seinem 11. Lebensjahr in Kolumbien, seine Muttersprache war Spanisch. 1951 kam er mit seinen Eltern und einem Bruder nach Weimar. Nach der Grundschule erlernte er den Beruf eines Chemigrafen und besuchte in den 1960er Jahren eine Spezialschule für Malerei und Grafik in Weimar. Otto Paetz, Gottfried Schüler und Horst Jährling waren seine Lehrer. Zunächst arbeitete er in seinem erlernten Beruf, ab 1975 war er freischaffend tätig. 1987 regte ihn die Lektüre des "Totenwald" von Ernst Wiechert zu Tuschezeichnungen über Buchenwald an. 1990 entstand sein Zyklus großformatiger Buchenwaldblätter. 1996/97 inspirierte ihn das veröffentlichte Gespräch zwischen den Buchenwald-Überlebenden Elie Wiesel und Jorge Semprún zu einer Serie assoziativreicher Tuschezeichnungen.
Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 13. März laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein:
in die Gedenkstätte Buchenwald um 15 Uhr
Begrüßung und Einführung in die Ausstellung
Rikola-Gunnar Lüttgenau, Stellv. Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
in die Kunsthalle Harry Graf Kessler um 17 Uhr
Begrüßung
Julia Miehe, Stadtkulturdirektorin, Kulturdirektion Weimar
Grußwort
Rikola-Gunnar Lüttgenau, Stellv. Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Laudatio
Dr. Cornelie Becker-Lamers, Kunsthistorikerin, Weimar
Der Künstler ist anwesend
Teil I
Gedenkstätte Buchenwald, Kunstausstellung im Gebäude der ehemaligen Desinfektion
99427 Weimar-Buchenwald
März: Dienstag – Sonnntag 10 – 16 UHR
April / Mai: Dienstag – Sonntag 10 – 18 UHR
Teil II
Kunsthalle Harry Graf Kessler, Goetheplatz 9 b, 99423 Weimar
Dienstag – Sonntag 10 – 17 UHR
Veranstalter: Kulturdirektion der Stadt Weimar und Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie von der Thüringer Staatskanzlei