Kindheit hinter Stacheldraht

Ausstellung
21. Januar 2016 -
5. Juni 2016
Ort: Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Veranstalter: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Alexander Latotzky ist Kurator der Ausstellung. Sie präsentiert 13 Schicksale von Kindern, die in einem sowjetischen Speziallager geboren worden sind. Er selbst kam 1948 im Speziallager Bautzen zur Welt. Seine Mutter wurde 1945 wegen angeblicher Spionage verhaftet und zu 15 Jahren Lagerhaft verurteilt. Nach der Auflösung der Lager überstellte der sowjetische Geheimdienst viele der weiblichen Gefangenen in das DDR-Frauengefängnis Hoheneck. Ihre Kinder wurden ihnen weggenommen. Sie mussten in verschiedenen Heimen aufwachsen.


Ein ähnliches Schicksal erlebte auch Annemarie Link. Ihre Mutter starb nach der Entbindung im Speziallager Sachsenhausen. Danach wurde sie von einer Mitgefangenen aufgezogen, die vorher im Gefängnis Leistikowstraße inhaftiert gewesen war. Aber auch sie musste einen Teil ihrer Kindheit in einem Heim in der Nähe von Leipzig verleben.


Mittwoch, 20. Januar 2016, 18 Uhr

Ausstellungseröffnung „Kindheit hinter Stacheldraht“

Eine Wanderausstellung von Alexander Latotzky, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Begrüßung: Dr. Ines Reich, Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Einführung in die Ausstellung: Alexander Latotzky, Kurator und Zeitzeuge

Grußworte: Annemarie Link, Zeitzeugin



Die Sonderausstellung ist vom 21. Januar bis 5. Juni 2016 in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam zu sehen (Di - So 14 - 18 Uhr).