Keine Gerechtigkeit. Die ungleiche Unterstützung des KZ-Überlebenden Fritz Bringmann und des SS-Mann Walter Filsinger nach 1945

Buchpräsentation
10. Juli 2023
18:00 - 19:30 Uhr
Ort: Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V.; Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg; Mahnmal St. Nikolai

1940 wurde der aus politischen Gründen inhaftierte Fritz Bringmann in das KZ Neuengamme überstellt. Nur wenig später kam auch der SS-Mann Walter Filsinger nach Neuengamme, um dort als Blockführer Dienst zu tun. Ob sich die Beiden je begegnet sind, bleibt unklar. Klar ist jedoch, dass sie nach der Befreiung bzw. nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft infolge von Misshandlungen und, im anderen Fall, des Fronteinsatzes auf Unterstützung angewiesen waren.

In ihrem Buch „Keine Gerechtigkeit“ schildert Dr. Christl Wickert beider Bemühungen um Entschädigung respektive Kriegsopferversorgung und zeigt damit exemplarisch die ungleiche Versorgung von Verfolgten des NS-Regimes und NS-Tätern nach 1945 auf – eine Folge gesetzlicher Regelungen wie auch deren Auslegung durch Gerichte und Behörden, die bisweilen skandalöse Züge annahm.

Im Anschluss an die Buchvorstellung sprechen die Autorin, Prof. Dr. Detlef Garbe (ehemaliger Vorstand der SHGL) und weitere Gäste über Fritz Bringmann und seinen Kampf um Anerkennung und Entschädigung und setzen diesen in ein Verhältnis zur Nachkriegsgeschichte Filsingers und anderer NS-Täter. Moderation: Dr. Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme).

In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V., der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg (gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg) und dem Mahnmal St. Nikolai.

Eine Anmeldung ist erforderlich.

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