Jüdisches Leben in Augsburg nach der Katastrophe Teil 2: Zukunft im Land der Täter?

Ausstellung
17. April 2013 -
15. September 2013
Ort: Stiftung Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben
Veranstalter: Stiftung Jüdisches Kulturmuseum Augsburg-Schwaben

Jüdische Gegenwart zwischen „Wiedergutmachung“

und „Wirtschaftswunder“, 1950–1969

Schirmherrschaft Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der

Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erwarteten viele, dass jüdisches Leben

nicht langfristig in das „Land der Täter“ zurückkehren werde. Dennoch

lebten zu Beginn der 1950er Jahre ca. 20.000 Juden in der Bundesrepublik.

Sie bemühten sich um einen persönlichen und beruflichen Neustart

nach der Verfolgung und gründeten Kultusgemeinden, die sich in Landesverbänden

zusammenschlossen. Manchen der jüdischen Überlebenden

bescherte das unerwartete „Wirtschaftswunder“ geschäftliche Erfolge.

Anderen gelang die Integration in die deutsche Gesellschaft nur mühsam.

Negative Erfahrungen bei Verhandlungen um „Wiedergutmachung“ erlittenen

Unrechts hielten die Wunden offen.

Die zweite Ausstellung in der Reihe JÜDISCHES LEBEN IN AUGSBURG

NACH DER KATASTROPHE widmet sich dem Engagement und den Erfahrungen

von Juden in Augsburg zwischen 1950 und 1969.

Eröffnung am 17.04.2013 um 19.00 Uhr