Jüdische Gegenwart zwischen „Wiedergutmachung“
und „Wirtschaftswunder“, 1950–1969
Schirmherrschaft Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der
Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erwarteten viele, dass jüdisches Leben
nicht langfristig in das „Land der Täter“ zurückkehren werde. Dennoch
lebten zu Beginn der 1950er Jahre ca. 20.000 Juden in der Bundesrepublik.
Sie bemühten sich um einen persönlichen und beruflichen Neustart
nach der Verfolgung und gründeten Kultusgemeinden, die sich in Landesverbänden
zusammenschlossen. Manchen der jüdischen Überlebenden
bescherte das unerwartete „Wirtschaftswunder“ geschäftliche Erfolge.
Anderen gelang die Integration in die deutsche Gesellschaft nur mühsam.
Negative Erfahrungen bei Verhandlungen um „Wiedergutmachung“ erlittenen
Unrechts hielten die Wunden offen.
Die zweite Ausstellung in der Reihe JÜDISCHES LEBEN IN AUGSBURG
NACH DER KATASTROPHE widmet sich dem Engagement und den Erfahrungen
von Juden in Augsburg zwischen 1950 und 1969.
Eröffnung am 17.04.2013 um 19.00 Uhr