Vortrag von Esther Alexander-Ihme
Geschichte hinter sich, in deren Verlauf sie eine umfangreiche Literatur – von der Bibelübersetzung bis zum Handbuch für Angler – hervorbrachte.
Obgleich sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Sprachwissenschaftler ernsthaft mit Jiddisch auseinandersetzen, wird die Sprache allzu oft zum Bereich des Humoristischen, Anekdotischen zugeordnet; noch immer werden gelegentlich Zweifel geäußert, ob es sich überhaupt um eine „richtige“ Sprache handelt oder ob es nicht nur ein deutscher Dialekt sei.
Der Vortrag wird einen Überblick über die Geschichte des Jiddischen sowie seine Situation heute geben, um so ein realistisches Bild dieser lange kontrovers beurteilten Sprache zu zeichnen.
Zur Person: Esther Alexander-Ihme ist Lehrbeauftragte für Jiddisch am Seminar für Judaistik der J.W. Goethe-Universität Frankfurt sowie Jiddisch-Übersetzerin. Darüberhinaus arbeitet sie als freie Mitarbeiterin am Jüdischen Museum Frankfurt und an der Jüdischen Volkshochschule Frankfurt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Warschauer Ghetto – Tomi Ungerer: Szenen aus dem Warschauer Getto“ statt.