Multiperspektivität in der Zeitenwende
Wie weiter in der kirchlichen Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus?
Wie kann die Kritik des Rassismus zusammengedacht werden mit der Kritik des Antisemitismus, ohne diese beiden Felder gegeneinander auszuspielen? Wie verhalten sich in diesem Kontext die Aufarbeitung des Kolonialismus und die Erinnerung an den Nationalsozialismus zueinander? Diese Debatte wird in den Kirchen und in der Gesellschaft intensiv geführt – und auch bei dem diesjährigen Forum soll darüber diskutiert werden.
Ebenso wird darüber gesprochen, welche Folgen der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine für die Auseinandersetzung mit der extremen Rechten hierzulande hat. Dabei soll analysiert werden, inwiefern die russische Rechte auf die hiesige extreme Rechte einwirkt. Zudem soll ein genauerer Blick auf Geschichte und Gegenwart des antislawischen Rassismus geworfen werden – auf seine lange Tradition und seine komplexe Aktualität.
In Gesprächsformaten und Arbeitsgruppen können diese und weitere aktuelle Themen aus der (kirchlichen) Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit diskutiert werden. Von Antiziganismus, christlichem Antijudaismus über regionale Erscheinungsformen des Neonazismus bis hin zu Verbindungen der extremen Rechten in christliche Milieus, Diskussionen über Identitätspolitik in den Kirchen oder auch postjugoslawische extreme Rechte: Es sollen aktuelle Entwicklungen angeschaut und gleichsam Perspektiven für die Praxis eröffnet werden – oftmals mit einem lokalen oder regionalen Zugang.
Anmeldung bis 07. Oktober 2022
Die Anmeldung erfolgt über die Geschäftsstelle der BAG K+R (Per Online-Formular). Bei erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie eine E-Mail als Bestätigung mit allen weiteren Informationen zur Anmeldung und Bezahlung des Tagungsbeitrages.
Der Tagungsbeitrag ohne Übernachtung beträgt 40 €. Darin enthalten sind ein Abendessen (Fr.), ein Mittagessen (Sa.) sowie Kaffee und Kuchen (Sa.) und Kaltgetränke an beiden Tagen.
Die Anzahl der Zimmer und der Teilnehmer*innen ist begrenzt.