Wider das Vergessen: Jährliche Erinnerungsfeier in Hinzert Die jährliche Erinnerungsfeier an die Opfer des SS-Sonderlagers/ KZ Hinzert beginnt um 15.30 Uhr am Samstag, dem 17. September 2011 an der Gedenkstätte in Hinzert.
Zur jährlichen Erinnerungsfeier für die Opfer des Naziterrors im SS-Sonderlager/ KZ Hinzert laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier am Samstag, dem 17. September 2011 um 15.30 Uhr in das Dokumentations- und Begegnungshaus an der Gedenkstätte SS-Sonderlager/ KZ Hinzert ein.
Nach der Begrüßung durch Dr. Dieter Schiffmann, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, hält Jean Luc Blondel, Direktor des Internationalen Suchdienstes, Bad Arolsen, eine Ansprache.
Bereits um 14.00 Uhr findet an der Kapelle eine Messe der luxemburgischen Amicale des Anciens de Hinzert (Freundeskreis der ehemaligen Hinzert-Häftlinge) statt.
Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert
1939 wurde in Hinzert bei Trier ein Polizeihaftlager für "straffällige" Westwallarbeiter errichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Nach der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das KZ Hinzert vor allem als "Durchgangslager" insbesondere für luxemburgische, belgische, französische und niederländische Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau.
Am 3. März 1945 wurden die meisten der überlebenden Häftlinge auf einen Gewaltmarsch Richtung KZ Buchenwald getrieben und auf dem Weg dorthin in Oberhessen schließlich befreit. Mitte März 1945 wurden die letzten noch im Lager verbliebenen Häftlinge von der US-Armee befreit.
Insgesamt wurden im Hinzerter KZ nachweislich mindestens 321 Menschen ermordet oder starben durch den Lagerterror an Krankheit, Entkräftung oder Hunger.
Der Internationale Suchdienst in Bad Arolsen Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen dient seit über 60 Jahren Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung und deren Angehörigen, indem er ihr Schicksal mit Hilfe seines Archivs dokumentiert. Der ITS bewahrt diese historischen Zeugnisse auf und macht sie seit 2007 der Forschung zugänglich.