Internationale Gedenkfeier an der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Gedenkveranstaltung
17. September 2022
15:30 - Uhr
Ort: Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert, 54421 Hinzert-Pölert
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung RLP

Zur jährlichen Erinnerungsfeier für die Opfer des NS-Terrors des SS-Sonderlagers Hinzert lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz am Samstag, den 17. September 2022 auf das Gelände der Gedenkstätte SS-Sonderlager / KZ Hinzert ein.

Nach einer Begrüßung durch den Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Bernhard Kukatzki, wird Staatsminister für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch,ein Grußwort sprechen. Die diesjährige Ansprache zum Gedenken wird Marc Hansen, Minister für den öffentlichen Dienst und Minister für die Beziehungen zum Parlament für die Staatsregierung des Großherzogtums Luxemburg halten.

 

In diesem Jahr steht die Erinnerung an den Luxemburger Generalstreik vor 80 Jahren im Mittelpunkt der Gedenkfeier. Im Zuge dieses Streiks im September 1942 wurden 20 Angehörige der Luxemburger Résistance nach Hinzert verschleppt und in der Nähe des Lagers in einem Steinbruch erschossen und anschließend im Wald verscharrt. Ein weiterer Widerstandskämpfer wurde nach Köln-Klingelpütz gebracht und dort enthauptet. Der Auslöser des Streiks war die völkerrechtswidrige Verfügung der deutschen Besatzungsmacht, junge Luxemburger zum Kriegsdienst in der Wehrmacht zu verpflichten.

Vor der Gedenkfeier wird traditionell an der Friedhofskapelle in der Gedenkstätte um 14:00 Uhr die Messe der luxemburgischen Amicale des Anciens de Hinzert stattfinden.

Aus organisatorischen Gründen werden Anreisende aus Deutschland, die an der Gedenkfeier teilnehmen möchten, gebeten, sich vorab über mit Namen, Postanschrift und Telefonnummer oder Email-Adresse anzumelden. Möglich ist auch eine Anmeldung per Post an Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert, An der Gedenkstätte, 54421 Hinzert-Pölert (Eingang bis 14.9.). Hierum bitten wir auch Anreisende aus Luxemburg, die nicht mit der Amicale des Anciens de Hinzert zur Gedenkfeier anreisen.

 

Das SS-Sonderlager / KZ Hinzert

1939 wurde in Hinzert bei Trier ein Polizeihaftlager für „straffällige“ Westwallarbeiter errichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung „SS-Sonderlager Hinzert“. Am 1. Juli 1940 wurde das SS-Sonderlager Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) gestellt.

Am 3. März 1945 wurden die meisten der überlebenden Häftlinge auf einen Gewaltmarsch Richtung KZ Buchenwald getrieben und auf dem Weg dorthin in Oberhessen schließlich befreit. Mitte März 1945 wurden die letzten noch im Lager verbliebenen Häftlinge von der US-Armee befreit.

Insgesamt wurden im SS-Sonderlager nachweislich mindestens 321 Menschen ermordet oder sie starben durch den Lagerterror an Folter, Krankheit, Entkräftung oder Hunger.

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