Mittwoch, 2. März 2016, 18.30 Uhr
Besucherzentrum des Auswärtigen Amtes, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin
Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Leben nach dem Überleben" von AMCHA Deutschland e.V. im Lichthof des Auswärtigen Amtes, noch bis 9. März 2016 zu besichtigen.
Nach 1945 gab es in der deutschen Gesellschaft der Täter und Mitläufer mehrheitlich keine Bereitschaft, sich mit der eigenen Beteiligung, Verstrickung und Komplizenschaft in das nationalsozialistische Regime und seine Verbrechen zu beschäftigen. Schnell setzt die Integration hoch und höchstbelasteter Personen in Politik, Verwaltung und gesellschaftliche Positionen wieder ein.
Für die Überlebenden war dies besonders schmerzhaft. Sie wurden nicht nur in ihren eigenen Verletzungen und dem Schmerz über die Verluste von Familien, Freunden und Gemeinden allein gelassen, sondern durch die um sich greifende Reintegration von Tätern und die dadurch sichtbar werdenden Kontinuitäten doppelt brüskiert.
Die gemeinsam mit der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz durchgeführte Veranstaltung wird verschiedene Aspekte der Integration von Tätern und Mitläufern in ihren Auswirkungen auf die Überlebenden der Verfolgung thematisieren.
Eine Collage aus Vortrag, Film und Gespräch mit Dr. Hans-Christian Jasch, Dr. Elke Gryglewski und Dr. des. Gerd Kühling von der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz über die Integration der Täter des Nationalsozialismus in Gesellschaft und Politik nach 1945 und wie die Überlebenden darauf reagiert haben.
Auswärtiges Amt, Besucherzentrum, Eingang über Lichthof, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin.
Anmeldung bis 1. März 2016: veranstaltung@amcha.de
Bitte Lichtbildausweis mitbringen!
Öffnungszeiten der Ausstellung bis 9. März 2016:
Montag-Freitag, 10.00-19.00 Uhr, Eintritt frei.
Beitrag im Deutschlandfunk zum Projekt: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/01/27/dlf_20160127_1418_90fc26e3.mp3
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