Im Juli 1946 erhob das Erzbischöfliche Ordinariat München mit Hilfe von Fragebögen die Verfolgung der Geistlichen, die Verfolgung katholischer Laien sowie antikirchliche Maßnahmen sachlicher Art durch das NS‑Regime. Dazu sollten die Geistlichen angeben, wer aus ihrem Seelsorgebezirk von Verfolgung, „Sippenhaftung“, Zwangssterilisierung oder gar Ermordung betroffen war. Die Antworten dokumentieren – teils knapp, teils in ausführlichen Schilderungen – zahlreiche Schicksale mutiger Menschen. Der Vortrag stellt diese bisher wenig bekannte Quelle vor.
Referent: Dr. Roland Götz, Kirchenhistoriker, stv. Direktor von Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising
Anmeldung erbeten