»Ich konnte mich nicht wiederfinden« Geraubte Kinder in der NS-Zeit. Ein Gedenken in Liedern und Texten

26. Februar 2016
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Mit Anna Haentjens: Gesang / Rezitation und Sven Selle: Klavier

»Die Nazis haben mich um meine Mutter, meinen Vater, Großvater, zwei Großmütter und den Bruder und Cousin meiner Mutter gebracht. Ich habe alles verloren, was sich in dem magischen Wort ›Zuhause‹ verbirgt. Alles war mir entzogen, nur traurige Erinnerungen sind ewig«, so die Tschechin Anna Hanfová. Sie gehörte zu den Kindern, die zu Tausenden von den Nationalsozialisten aus den von deutschen Truppen besetzten Gebieten geraubt und als »rassisch wertvoll« zur sogenannten »Eindeutschung« umerzogen wurden, um anschließend in Pflegefamilien untergebracht, beziehungsweise zur Adoption freigegeben zu werden.

Anna Haentjens und Sven Selle widmen sich in Liedern den vergessenen Opfern. Zu hören sein werden Lieder nach Texten u.a. von Bertolt Brecht, Erich Fried, Mascha Kaléko, Erich Kästner, James Krüss, in Vertonungen unter anderem von Herbert Baumann und Hanns Eisler. Vorgetragen werden auch Lieder von Reinhard Mey, Ilse Weber, Konstantin Wecker, Bettina Wegner und Lieder aus der im Konzentrationslager Theresienstadt entstandenen Kinderoper „Brundibár“ von Adolf Hoffmeister und Hans Krása.

Eine Veranstaltung des Verein EL-DE-Haus e.V. in Zusammenarbeit mit dem NS-DOK.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Anna Haentjes/Sven Selle | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00