„Ich hab’ immer Angst g’habt.“

25. Januar 2017
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: NS-Dokumentationszentrum München
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München

Mit der nationalsozialistischen Herrschaft begann die staatlich organisierte Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma. Unter den etwa 500.000 Opfern waren auch ungefähr 200 Sinti und Roma aus München. Bis heute ist dieses Verbrechen kaum in der öffentlichen Wahrnehmung präsent. Auch in Schulen wird das Thema zumeist nur am Rande behandelt.

Schülerinnen und Schüler des Luisengymnasiums München haben sich intensiv mit dieser Verfolgungsgeschichte auseinandergesetzt, haben Erinnerungen gelesen und ausgewertet. Entstanden ist eine szenische Lesung, die auf eindrückliche Weise die Perspektive der Verfolgten in den Mittelpunkt stellt und die Erinnerung auch an diejenigen bewahrt, von denen oft nicht mehr als

der Name geblieben ist. Die Erinnerungstexte werden mit Dokumenten der Täter konfrontiert, aus denen die menschenverachtende rassistische Ideologie spricht, die zum Völkermord an den Sinti und Roma geführt hatte.

Die Lesung bildet den Abschluss des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945“ und findet am 27. Januar zugleich anlässlich des internationalen Holocaust-

Gedenktages statt.

Im Anschluss: Publikumsgespräch mit den Projektbeteiligten. Die Veranstaltung

am 27. Januar ist aufgrund des Beginns um 10 Uhr besonders für Schulklassen geeignet. Anmeldung unter: veranstaltungen.nsdoku@remove-this.muenchen.de